Insbesondere in Krisenzeiten darf die Politik nicht der Versuchung des Tunnelblicks „einheitliche politische Maßnahmen“ erliegen, sondern muss aktiv die Mutigen unterstützen, die sich immer wieder aufs Neue ins Ungewisse stürzen, um Teile der Krise zu bewältigen oder sie uns so angenehm wie möglich zu machen.

Zwar hinterlässt die Pandemie in Europa und in der Welt historisch tiefe Spuren, doch die Frage ist, ob eine Vergemeinschaftung der Risiken über eine Katastrophenhilfe hinaus sinnvoll, richtig und insbesondere auch zielführend ist. Nichts spricht gegen generelle und gezielte Unterstützung. Humanitäre Hilfe für die Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtigungen in Italien, Spanien und Frankreich sind richtig und notwendig.

Von Gottfried Heller.
Es ist ein eklatantes, fahrlässiges Politikversagen, mit welcher Wurstigkeit alle Regierungen – gleich welcher Couleur – in all den Jahrzehnten nach Ludwig Erhard die private Vorsorge und den nachhaltigen Vermögensaufbau ignoriert und die Bürger mit Sprüchen wie „Die Rente ist sicher“ in vermeintlicher Sicherheit gewiegt haben.

Von Frederik C. Roeder.
In der Corona-Krise zeigen Unternehmen, die normalerweise ganz oben auf der Liste der Politiker stehen, wenn es darum geht, sie zu besteuern, zu regulieren, zu verstaatlichen oder zu schliessen, was für einen Wert sie für die Gesellschaft leisten.

Hohe Preise für Schutzmasken und Desinfektionsmittel zu Corona-Zeiten sind nicht unsolidarisch, sondern notwendig. Sie koordinieren Anbieter und Nachfrager auf eine Weise, wie es keine Regierung könnte.

Corona- oder Euro-Bonds sind das Gegenteil von Solidarität. Sie kollektivieren die öffentliche Verschuldung in EU-Europa. Doch was kann die EU tun? Erstens kann sie bei Naturkatastrophen und außergewöhnlichen Ereignissen Hilfe leisten. Zweitens muss sie sich für die Aufrechterhaltung des europäischen Binnenmarktes starkmachen. Drittens muss die EU Vorreiter für eine Handelsliberalisierung in der Welt werden und mit gutem Beispiel vorangehen.