Die Corona-Krise dient Globalisierungskritikern als Steilvorlage für Renationalisierungsträume. Doch die Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die beste Lösung, die wir haben.

Von Alexander Fink und Kalle Kappner.
Die optimistische Selbsteinschätzung der Deutschen steht in einem bemerkenswerten Widerspruch zur Einschätzung der momentanen und zukünftigen Lebenszufriedenheit ihrer Mitbürger. Der Publizist Johannes Gross bemerkte dazu schon in den 70ern: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein übel gelauntes Land, aber ihre Einwohner sind glücklich und zufrieden.“

Weniger öffentlicher-rechtlicher Rundfunk würde der Branche insgesamt einen Innovationsschub ermöglichen, weil Verkrustungen aufgebrochen, Ressourcen besser verteilt würden und neue Angebote auf den Markt kämen. Denn nur der Wettbewerb sichert die Unabhängigkeit der Meinungsbildung jedes Einzelnen.

Letzte Woche wurde bekannt, dass Hongkong wegen des Coronavirus jedem Bürger 10.000 Hongkong-Dollar auszahlen will, um die schrumpfende Wirtschaft zu stimulieren. Tatsächlich ist das, was Hongkong macht, fast schon das Gegenteil von Helikoptergeld: Es ist eine einmalige Steuersenkung oder eine pauschale Steuerrückerstattung.

Wo ist das Versprechen, dass jeder in unserem Land werden kann, was er will, wenn er sich anstrengt? Ist es heute noch möglich, buchstäblich vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden? Der heutige Wohlfahrtsstaat ist leistungsfeindlich und ungerecht. Es behindert den gesellschaftlichen Aufstieg.

Von Frederik C. Roeder.
Die Spaltung der Öko-Bewegung in Gegner und Befürworter der Gentechnik ist mehr als eine Detailfrage über das beste Vorgehen in der modernen Landwirtschaft: Hier offenbaren sich zwei Weltbilder innerhalb des ökologischen Denkens, die miteinander kollidieren und nicht vereinbar sind. Technik oder Verzicht, wird zur Zukunftsfrage der jungen Generation, nicht nur in der Klimafrage.