Von Benedikt Koehler.
Boomers müssen sich selbst fragen wie sie es halten: Ob mit Edmund Burke, der den Generationenvertrag „zwischen den Lebenden, den Toten und denen, die noch geboren werden“ pries, oder mit der Devise des ancien regime “après nous le deluge” – „nach uns die Sintflut.“

Freihandel ist der Garant des globalen Wohlstandes. Wer ihn unterbindet, stört oder beschränkt, trägt Verantwortung für Hunger, Arbeitslosigkeit und sogar Krieg auf der Welt. Das ist wahrlich nicht zu hoch gegriffen. Denn wer sich nicht austauscht, sich nicht durch Handelsbeziehungen kennenlernt, ist anfällig für Vorurteile, Diskriminierung und Konflikte.

Scholz schlägt ein europäisches Einlagensicherungssystem vor, das als Rückversicherung der nationalen Sicherungssysteme funktionieren soll. Die nationalen Systeme sollen Kredit über das europäische Rückversicherungssystem bekommen können. Damit wären die Einlagen italienischer oder griechischer Sparer mittelbar über das von deutschen Sparern mittelbar finanzierte deutsche Einlagensicherungssystem abgesichert.

Das Ende der Geschichte, das 1989 angekündigt wurde, ist noch nicht gekommen. Und doch haben die Ereignisse damals die Welt zu einem sehr viel besseren Ort gemacht und uns gezeigt, was auf dem Weg dahin wichtig ist.

Wer heute seinen Kindern vom Weltspartag erzählt, kommt sich vor, als ob „Opa vom Krieg erzählt“. Man berichtet über ein Ereignis, das lange zurückliegt und so abstrakt ist, dass es die Kinder irgendwann langweilt. Den wahren Sinn des Sparens erkennen die Kinder daher nicht mehr. Sie werden in den Konsum genötigt, als wäre dieser ein Selbstzweck. Doch kein Mensch, erst recht nicht eine ganze Gesellschaft, kommt dadurch zu Vermögen, indem er möglichst viel konsumiert.

Von Matthias Weik und Marc Friedrich.
Wenn die europäische Einlagensicherung implementiert wird, ist absolute Gefahr im Verzug und unserer Ansicht nach kann man dann die Uhr danach stellen, bis die erste südeuropäische Bank kippt und gerettet werden muss.