Unser Abgabensystem hat im Grenzbereich eine völlig unsystematische Belastungswirkung. Der Minijobber hat die höchste Belastung und der Mindestlohnbezieher hat eine höhere Grenzbelastung als der Spitzenverdiener. Das ist für eine Gesellschaft insgesamt bitter und eigentlich ein unhaltbarer Zustand.

Am Mittwoch veröffentlichten 153, hauptsächlich US-amerikanische sowie einige internationale Intellektuelle einen offenen Brief, der es in sich hat: „Der freie Austausch von Informationen und Ideen, der Lebensnerv einer liberalen Gesellschaft, wird von Tag zu Tag mehr eingeengt.“

Der Skandal offenbart nicht nur organisatorisches, sondern auch personelles Versagen. Jetzt ist der Wirecard-Skandal auch ein Skandal des Präsidenten der Bafin, Felix Hufeld, und seines obersten Dienstherrn, des Finanzministers Olaf Scholz.

Das Thema Tierwohl bereitet vielen Unbehagen. Dabei wären wir längst in der Lage, Tieren mit Respekt und Empathie zu begegnen. Und gerade der Liberalismus ist für solche Erwägen prädestiniert. Ein Plädoyer gegen das Verdrängen.

Unter dem Vorwand der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse mischt sich der Bund in alle Bereiche ein. Der Preis sind immer mehr Mitspracherechte. Dieser „Goldene Zügel“ lässt die Bundesländer und die Kommunen verkümmern. Hier geht es nicht um kleinliches Kompetenzgerangel: Der Rückbau föderaler Machtkontrolle untergräbt langfristig auch Rechtsstaat und Demokratie.

Denkmäler fallen. Für die einen die längst überfällige Bereinigungsmaßnahme, für andere geschichtsvergessener Vandalismus. Für alle könnte es allerdings ein guter Anlass sein, über unser Geschichtsverständnis nachzudenken. Was dabei herauskommt, schmeckt womöglich beiden Seiten nicht.