Im Schatten der Präsidentschaftswahl haben sich die Amerikaner ein weiteres Mal deutlich gegen die Drogenprohibition gewandt. Das könnte das amerikanische Gefängnissystem vor dem endgültigen Kollaps bewahren und vielleicht sogar ein Vorbild für Deutschland sein.

Von Tom Gäbelein.
Die Frage, ob es sich beim internationalen Steuerwettbewerb um ein Risiko oder eine Chance handelt, stellt sich eigentlich nicht. Es handelt sich um eine Chance, die schon seit einigen Jahrzehnten positive Entwicklungen hervorgebracht hat, und nicht industrialisierten Ländern auf dem Spielfeld der Weltwirtschaft ein wirksames Instrument bot, um den eigenen Wohlstand zu erhöhen und aufzuschließen.

Man kann den Freihandel mit der Steigerung der allgemeinen Wohlfahrt begründen. Doch eigentlich ist die ökonomische Begründung für den Freihandel lediglich ein Hilfsargument. Sie  alleine reicht nicht aus, um den Freihandel zu legitimieren. Der Freihandel hat in erster Linie eine ethische Dimension.

Die freie, offene und friedliche Welt, die uns so lieb ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Von außen wie von innen wird sie immer wieder bedroht. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir bei allen inhaltlichen Differenzen auch immer wieder das Gemeinsame in den Blick nehmen, das uns diese Welt beschert hat.

Von Nick Stieghorst.
Sollte internationaler Wettbewerb um Steuereinnahmen dazu führen, dass Staaten in den Zwang kommen, ihre Effizienz bei der Durchführung zentraler und weiterer Tätigkeiten zu verbessern, dann sollte dies generell als positiv bewertet werden.

Kurzarbeitergeld, Erstattung von Umsatzeinbußen, Staatsbeteiligungen – die Corona-Pandemie ruft den Staat in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten auf den Plan. Eine Entwicklung, die dabei wirklich höchst besorgniserregend und langfristig schädlich ist: die Verstrickung des Staates in der Eigentümerstruktur privater Unternehmen.