Es ist keine singuläre Problematik im Wohnungsmarkt, der wir uns entgegenstellen müssen. Es steht vielmehr eine Auseinandersetzung an zwischen Staatsinterventionismus und der Freiheit des Einzelnen.

So kann das nicht weitergehen. Das großartige und beispiellose Projekt der europäischen Einigung wird gerade von denjenigen vor die Wand gefahren, die es voranbringen wollen – oder das zumindest behaupten.

Der öffentliche Intellektuelle Richard David Precht kritisiert die Anspruchshaltung der Bürger gegen den Staat und fordert zwei Dinge: Mehr Verständnis für das „nach vorne Irren“ der Politik und zwei Jahre sozialer Zwangsdienste. Die Entwicklung hin zu emanzipierten Bürgern scheint ihm ein Graus.

Von Thomas Mayer.
Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union nennt „Rechtsstaatlichkeit“ als einen der Werte, auf den sich die Union gründet. Damit schmückt sie sich gerne. Aber der Schmuck verblasst und die Heuchelei nimmt zu.

Blindes Vertrauen in den Staat ist genauso gefährlich wie grenzenloses Misstrauen. Ein ideales Staat-Bürger-Verhältnis sollte stattdessen von kritischer Erwartbarkeit geprägt sein.

Die Bewältigung der Krise ist nur durch Marktwirtschaft, durch dezentrale Verantwortung und Wettbewerb zu lösen. Das ist der Schlüssel, damit in Deutschland das offensichtliche Versagen auf allen staatlichen Ebenen überwunden werden kann.