Als Folge einer desaströsen deutschen Energiepolitik von wirtschaftlicher Autarkie zu träumen und so die bahnbrechenden Wohlstandsgewinne des Freihandels in Frage zu stellen, ist unverantwortlich. Denn Abhängigkeit ist nicht eine Schwäche der freien Welt, sondern der einzigartige Vorteil der freien Welt gegenüber den von Autarkie träumenden Despoten.

In eigener Sache: Die Heimat der Freiheit setzt einen neuen Schwerpunkt. Wir bilden Ideenunternehmer aus.

Über die letzten Jahrzehnte hat sich in westlichen Gesellschaften eine Mentalität breit gemacht, die aus den Elementen Jammer und Selbstgefälligkeit einen Kult gebaut hat, wo sich jeder nur noch als Opfer sieht. So werden wir die offene Gesellschaft nicht verteidigen.

Der Fortschritt der Gesellschaft erlahmt überall in Europa: Weniger Schlüsselinnovationen, geringeres Wachstum der totalen Faktorproduktivität und schleppender wissenschaftlicher Fortschritt. Trotz dieser trüben Aussichten gibt es auch eine gute Nachricht: Sinkende Wachstumsraten sind kein Naturgesetz.

Liberale sollten daher den Begriff des Kapitalismus nicht verstecken oder verbrämen. Damit gehen wir den Gegner des Kapitalismus auf den Leim. Vielen von ihnen ist das Privateigentum und insbesondere das Unternehmertum zuwider, weil sie selbst nicht Kundenbedürfnisse befriedigen wollen oder müssen.

Kein Narrativ schadet dem Liberalismus so sehr wie der Kapitalismus. Das Schlagwort ist überfrachtet mit Assoziationen und verschleiert den emanzipatorischen Kern des Liberalismus.