Über die Eröffnungsfeier am 9. April berichtete auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Print- und in ihrer Online-Version. In dem Artikel wird auf den freiheitlichen Think Tanker Antony Fisher hingewiesen, den Tom Palmer, Frank Schäffler und Clemens Schneider in ihren Ansprachen bei der Eröffnung als inspirierendes Vorbild nannten. Der Verfasser, Manfred Schäfers, fasst dessen Weg zusammen: Fisher, „der in den vierziger Jahren in die Politik gehen wollte, um die Gesellschaft zu verändern, dem aber von Hayek geraten habe, lieber ein Institut zu gründen, um die Grundstimmung im Land zu ändern. Nur so habe man eine Chance, dass die Parteien, Abgeordneten, Fraktionen und letztlich Regierungen einen grundlegenden Wandel auf den Weg brächten. Über das Parlament die politische Stimmung zu verändern, sei dagegen sehr schwierig. ‚Dafür bin ich selbst das beste Beispiel‘, sagte der FDP-Politiker launig. Der andere Weg sei langfristig erfolgreicher.“

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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Am 9. April konnten wir mit einer kleinen Feier die Eröffnung unseres Büros in Berlin-Mitte begehen. Bis in den Hausflur standen die zahlreichen Besucher aus Nah und Fern. Zu unseren Gästen zählten zahlreiche Vertreter unserer befreundeten Denkfabriken im In- und Ausland, wie dem Institute of Economic Affairs, dem Adam Smith Institute und dem Liberalen Institut Zürich. Wir konnten den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch begrüßen, die oppositionelle russische Abgeordnete Vera Kichanova von der „Libertarian Party of Russia“, eine Reihe von Wissenschaftlern und Medienvertretern und vor allem auch viele der jungen Menschen, auf die wir besondere Hoffnung setzen.

Mit kurzen Ansprachen haben uns Dr. Tom G. Palmer von unserem Partner „Atlas Network“ und unser Kuratoriumsmitglied Prof. Stefan Kooths inspiriert und erfreut. Tom Palmer erinnerte an das Vermächtnis von Antony Fisher, eine der wegweisenden und prägenden Gestalten in der Geschichte der  freiheitlichen Denkfabriken. Prof. Stefan Kooths gab zu Bedenken, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist: noch vor etwas mehr als 25 Jahren stand das Haus, in dem heute unser Büro ist, in einem Unterdrückungsstaat. Er gab Prometheus den Auftrag mit auf den Weg, dazu beizutragen, dass es nie wieder dazu kommen wird. Diesen Auftrag nehmen wir gerne an!

 

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Im Rahmen des von FAS-Redakteur Dr. Rainer Hank betreuten Blogprojekts „What’s left? Muss links sein, wer für eine gerechte und soziale Welt eintritt?“ hat Clemens Schneider einen Beitrag veröffentlicht unter dem Titel „Was Attac mit dem Manchesterliberalismus verbindet„. Ausgehend von der Lebensgeschichte des bedeutenden Manchesterliberalen Richard Cobden verdeutlicht Schneider, dass Linke keinen Alleinvertretungsanspruch auf Weltverbesserung haben. Lange Zeit war der Idealismus eine liberale Domäne. Ob nun mit Cobden, dem Armenbefreier und Pazifisten, oder mit William Wilberforce, der die Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien durchsetzte.

Auch aufgrund seiner enormen Erfolgsgeschichte im Laufe des 19. Jahrhunderts hat der Liberalismus sich in gewisser Weise zu Tode gesiegt. Schneider beobachtet eine „Verspießbürgerlichung des Liberalismus“, das Einziehen eines „langweiligen Pragmatismus“. Damit hat die Sache der Freiheit ihre Anziehungskraft auf Idealisten und Weltverbesserer verloren, die scharenweise ins linke Lager abgewandert sind. Dieses Phänomen hat schon Friedrich August von Hayek in seinem Aufsatz „Die Intellektuellen und der Sozialismus“ anschaulich dargestellt.

Indem sich Liberale nur noch auf das „Machbare“ und „Durchsetzbare“ beschränkt haben, haben sie ihr Wesensmerkmal verraten, das Schneider beschreibt mit den Worten: „Freiheit fordert die Bereitschaft, die Kontrolle aufzugeben.“ Die Pragmatiker wollen aber genau diese Kontrolle nicht aufgeben. Sie fürchten sich vor der Offenen Gesellschaft. Er fordert die Liberalen auf, die Welt endlich wieder verbessern zu wollen: „Liberale dürfen keine Angst haben vor dem Träumen.“

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf FAZ.net …

Lesen Sie zum gleichen Thema auch den Artikel „Prometheus: Eine Sprache für die Freiheit finden“ …

Photo: Live Zakynthos from Flickr

Am 28. Februar sagte Frank Schäffler im Interview mit dem Deutschlandfunk, dass er in der derzeitigen Situation keinen anderen Ausweg sieht als das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro. Die neue Regierung in Griechenland führe die EU-Staaten an der Nase herum und eine substantielle Veränderung der Lage dort sei nicht in Sicht. Allerdings hält Schäffler einen Austritt Griechenlands für unwahrscheinlich: „Wenn man meint, der Euro sei das Krönungsprojekt und es dürfe keiner raus, dann können die, die in Schieflage geraten sind, den übrigen Euro-Raum fortgesetzt erpressen. … Deshalb sind die ganzen Vereinbarungen nicht durchsetzbar gegenüber Griechenland.“

Klar sei jedoch, dass die EU Griechenland auch im Falle eines Austritts nicht allein lassen werde – und auch nicht solle. Wenn Griechenland austrete, so Schäffler, müssen wir helfen: „Die EU ist auch eine Hilfsgemeinschaft“. Die derzeitigen „Hilfen“ wie etwa der Juncker-Plan seien aber eher kontraproduktiv und würden die Situation in Griechenland gerade nicht verbessern.

Hören Sie das gesamte Interview hier.

 

 

Zum Thema „Euro oder Drachme – Was kostet uns Griechenland?“ diskutierte Frank Schäffler mit Alexis Passadakis am 22. Februar bei Peter Hahne im ZDF. Schäffler wies auf die fatalen Auswirkungen der Euro-Rettung hin: „Das Ziel ist, dass man aus guten Nachbarn Schuldner und Gläubiger macht, damit man einen Europäischen Superstaat vollenden kann … Da ist leider Griechenland jetzt das Opfer dieser Entwicklung.“

Das griechische Volk, so Schäffler, solle endlich wieder selbst über sein Schicksal befinden dürfen, damit die Prinzipien von Haftung und Verantwortung in Europa wieder zur Geltung kommen: „Ich bin auch nicht dafür, dass wir von außen den Griechen sagen, was richtig oder falsch ist. Das sollen sie selbst machen.“

Die ganze Sendung können Sie hier abrufen.