Am 3. Oktober 1919 wurde der US-amerikanische Ökonom James Buchanan geboren. Für seine gemeinsam mit Gordon Tullock in Virginia entwickelte Public Choice Theorie erhielt er 1986 den Wirtschaftsnobelpreis. Ich beziehe mich oft und gerne auf Buchanan, denn seine Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, das moderne demokratische System zu entzaubern. Viel weniger als Überzeugungen sind es Angebot, Nachfrage und persönlicher Nutzen, die das Ergebnis (partei-)politischer Prozesse bestimmen; eine Erkenntnis, an die sich gerade Liberale in der heutigen Zeit erinnern sollten. Wer langfristig das politische Angebot verändern will, muss in die Köpfe der Nachfrager – also der Bevölkerung – vordringen.