In eigener Sache: Die Heimat der Freiheit setzt einen neuen Schwerpunkt. Wir bilden Ideenunternehmer aus.

Die Freiheit braucht mehr Unternehmertum

Unternehmer sind die Problemlöser der Gesellschaft. Sie entwickeln neue Technologien, machen unser aller Leben leichter und effizienter und entfachen ein Feuerwerk der Innovation. Aber vor allem zeigen sie Hingabe zu ihrem Produkt und machen sich zuständig zur Lösung eines Problems. Unternehmerisches Denken erfordert viel Mut und eine Vision davon, wie die Welt aussehen könnte. Aber auch Professionalität und die Fähigkeiten, etwas besser zu machen als andere. Wir glauben, dass die Freiheit mehr Unternehmertum braucht. Denn Unternehmertum muss nicht enden bei der Entwicklung von Impfstoffen und Elektroautos oder bei der Eröffnung des Bäckers oder Spätis um die Ecke. Der Wettbewerb der Ideen erfordert im gleichen Maße Innovation, Mut und Professionalität. Und die friedliche und effiziente Organisation menschlichen Zusammenlebens ist wahrlich kein einfach zu lösendes Problem. Deshalb machen wir es uns zur Aufgabe, Ideenunternehmer zu fördern.

Was bedeutet es, Ideenunternehmer zu sein?

Landläufig werden Organisationen, die sich außerhalb von Parteien und Universitäten mit Fragestellungen menschlichen Zusammenlebens beschäftigen als Think Tanks oder Denkfabriken bezeichnet. Beide Begriffe vermitteln ein einseitiges und irreführendes Bild des Ideenunternehmers. Eines von sterilen Gängen, durch die wichtige Männer in weißen Kitteln schreiten und – denken. Von Organisationen, die abgekapselt arbeiten von den Menschen, die sie begeistern wollen, und die sich in Elfenbeintürmen hochakademischer Fragestellungen ohne Alltagsrelevanz verschanzen. Doch Ideenunternehmertum kann so viel mehr bedeuten als Denken und Publizieren.

Im Wettbewerb der Ideen gilt es Bewegungen zu schaffen und zu organisieren. Ideen nicht nur wiederzukäuen, sondern sie den richtigen Menschen zugänglich zu machen. Und am wichtigsten: es gilt in Kontakt zu kommen mit denjenigen, die sich für unsere Ideen begeistern sollen. Ideenunternehmertum endet eben nicht bei Überzeugung von der Richtigkeit der eigenen Idee. Es gilt, daraus überzeugende Produkte zu kreieren und diese erfolgreich zu vermarkten. Geleitet von einer durchdachten und sinnvollen Strategie und mit den richtigen Instrumenten.

Ein Hackathon für freiheitliche Ideenunternehmer

Wir machen es uns zur Mission, freiheitliche Ideenunternehmer zu finden, sie auszubilden und auf ihren ersten Schritten zu begleiten. Wir vermitteln Wissen und Fertigkeiten und teilen unsere Erfahrungen. Von uns geförderte Ideenunternehmer erhalten finanzielle und organisatorische Unterstützung und Zugang zum weitläufigen Netzwerk von Prometheus. Unser Ziel ist ein vielfältiges Ökosystem innovativer und vielseitiger freiheitlicher Ideenunternehmen.

Den Auftakt dazu bildet ein dreitägiger Hackathon, den wir vor zwei Wochen in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit veranstaltet haben. Die 18 Teilnehmer waren dazu aufgefordert, von uns und einem Team externer Mentoren begleitet, ein freiheitliches Projekt von Grund auf zu gestalten. Am Ende des Wochenendes würden wir in einer Pitch Competition zwei Teams auswählen und sie finanziell und organisatorisch bei der Projektumsetzung unterstützen.

Begleitet wurde der Workshop von einem tiefgründigen und zugleich kurzweiligen Feuerwerk von Inputs unserer Freunde und Partner: Wir konnten Tom Palmer vom Atlas Network, Stephen Davies vom Institute of Economic Ideas und Rainald Manthe von Libmod für Videobotschaften gewinnen, in denen sie zu den Teilnehmern über die großen Herausforderungen und Chancen freiheitlicher Ideenarbeit sprachen. Am Samstag schalteten sich drei erfolgreiche Ideenunternehmer zu und berichteten von ihren Erfahrungen: Johan Harnoss, der Gründer von Imagine; Laura Zimmermann von Operation Libero; und Nils Natho von keepitliberal. Die Zeit des Wartens auf die Entscheidung der Jury am Sonntagmorgen verkürzte den Teilnehmern der politische Philosoph Dr. Julian F. Müller aus Hamburg.

Zum Unternehmertum gehören immer auch eine ordentliche Portion Risiko und Unsicherheit. Deshalb waren wir überwältigt vom Spirit, der sich über das Wochenende ausbildete. Die Teams fanden sich schnell zusammen und deckten ein großes Spektrum an Themenfeldern ab: von der Reform des Ladenschlusses über die Bekämpfung von Rassismus an Schulen bis zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene. Sie arbeiteten professionell und bis spät in die Nacht an innovativen Projekten. Jeder einzelne Pitch war mitreißend und wäre einer Förderung würdig gewesen. Trotzdem haben uns und die Jury um unser Kuratoriumsmitglied Catharina Bruns zwei Vorschläge ganz besonders überzeugen können.

Machen macht glücklich

Die zwei Gewinner-Teams sind bereits an der Arbeit und wir können es kaum erwarten, in den nächsten Monaten die ersten Ergebnisse zu präsentieren. Dabei war dieser Auftakt für uns nicht nur Erfolg und Selbstbestätigung, sondern vor allem auch Glück. Zu sehen, wie Menschen von der Aussicht mitgerissen werden, etwas tatsächlich verändern zu können, ist pure Freude. Und zu sehen, wie die Idee der Freiheit das Beste im Menschen zu Tage fördert: Mut, Empathie und die Überzeugung, nicht nur des eigenes Glückes Schmied zu sein, sondern aus dessen anderer Menschen.

Bei diesem Auftakt soll es nicht bleiben. Denn eine freie Welt ist tatsächlich machbar.