Am 6. Mai um 10 Uhr errichtete Prometheus – Das Freiheitsinstitut auf dem Vorplatz des Bundeskanzleramtes ein Denkmal mit den Unternehmern Özlem Türeci und Uğur Şahin.

Stellvertretend für Selbständige, Unternehmerinnen und Unternehmer werden die beiden Forscher als die eigentlichen Krisenbewältiger geehrt

Von Unternehmen wird erwartet, „ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise“ zu leisten. Der Vizekanzler geißelt die Annahme, dass der Markt Probleme lösen könne, als Irrglauben. Die EU-Kommission schiebt ihr Versagen bei der Impfstoffbeschaffung auf die Konzerne ab. Allenthalben versuchen staatliche Akteure herauszustellen, welche entscheidende Rolle sie bei der Bewältigung der Pandemie spielen.

Dabei verdanken wir die wichtigsten Auswege aus der Krise gerade unternehmerischen Akteuren: von pharmazeutischen Unternehmen und Laboren über Lieferdienste und Maskenproduzenten bis zu Videokonferenz-Anbietern. Selbständige haben innerhalb kürzester Zeit reagiert und mit Fantasie und Tatkraft Schutzkonzepte umgesetzt, um ihre Kunden auch weiterhin versorgen zu können. Die Flexibilität und Energie, die sie über Jahre eingeübt haben, konnten sie sofort aktivieren, um die Folgen der Pandemie für uns alle zu lindern.

Prometheus will darauf hinweisen, wer uns eigentlich in dieser Krise gerettet hat. Nicht die schwerfällige, aber oft großspurig auftretende Politik. Sondern die vielen kleinen und großen Unternehmen und Selbständigen, die wieder einmal gezeigt haben, dass sie das Rückgrat unserer Gesellschaft sind. Ihnen wollen wir ein Denkmal errichten, damit wir uns alle dankbar an ihre Leistung erinnern. Stellvertretend für die vielen Unternehmerinnen und Unternehmer haben wir auf dem Denkmal die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin dargestellt.

Bericht in der BILD am 07.05.2021.

 

Bilder: Luisa Bomke

1 Antwort
  1. Milan
    Milan sagte:

    Hallo,

    ich möchte in keinster Weise die Leistung der Biontech Gründer herabwürdigen. Eine tolle Leistung. Gleichzeitig sollte aber auch nicht die Leistung des Staates gerade in der Grundlagenforschung vernachlässigt werden. Ohne staatliche Programme würde so manche disruptive Erfindung noch in weiter Ferne liegen. Und auch während der Corona-Krise wäre wohl so manches Unternehmen pleite gegangen, hätte der Staat nicht massiv interveniert. Damit will ich nicht sagen, dass der Staat alles richtig macht und die Lösung aller Probleme ist. Ein bisschen Differenziertheit würde euch aber ganz gut zu Gesicht stehen – vor allem vor dem Hintergrund eures kleinen Preises, bei dem ihr gerne Populismus und verdrehte Wahrheiten anprangert.

    Viele Grüße

    Milan

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