Die Demokratie, insbesondere die repräsentative Demokratie, so wie wir sie in Deutschland pflegen, kommt in der Corona-Krise in den Stresstest. Individuelle Grundrechte werden und wurden ausgesetzt, Freiheiten eingeschränkt und Maßnahmen am Parlament vorbei verordnet. Dennoch macht die Art des Regierungswechsels Hoffnung.

Die Identitätspolitik ist eine Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit. Denn sie setzt falsche Maßstäbe von Toleranz und erlaubt den Falschen, sich der Debatte zu entziehen.

Die Liste an Menschen, die Risiken eingehen und von der Gemeinschaft erwarten, dass sie ihnen bei möglichen Folgen zur Seite steht, reicht von der Extremsportlerin über den Raucher bis zum Impfgegner. Genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt, dem Vollkasko-Staat zu problematisieren.

Dilara Wiemann hält diederzeitigen Inflationstendenzen für ein Phänomen, das bei uns bleiben wird, solange die Zentralbanken Staatschuldenfinanzierung vornehmen. Alexander Albrecht hält die derzeitige Entwicklung für ein temporäres Phänomen, das auf aktuelle Ereignisse zurückzuführen ist.

In Deutschland hängt die Katholische Kirche, noch mehr die Evangelische Kirche, am Gängelband des Staates. Daher versuchen beide auf Staat und Politik Einfluss zu nehmen. Heute sind Kirchentage, Synoden und Bischofskonferenzen weniger spirituelle Begegnungen, sondern mehr politische Versammlungen. Gleichzeitig machen die Staatsleistungen und das Kirchensteuerregime die Kirchen träge.

Man könnte meinen, das Ende der Stadt sei nah. So wirkt es jedenfalls, wenn man die Abgesänge auf das urbane Leben während der Pandemie vernimmt. Doch auch wenn es manchem wohlstandssaturierten (Ex-)Städter nicht so erscheint: Städte haben schon größere Krisen überlebt.