In eigener Sache: Die Heimat der Freiheit setzt einen neuen Schwerpunkt. Wir bilden Ideenunternehmer aus.

Über die letzten Jahrzehnte hat sich in westlichen Gesellschaften eine Mentalität breit gemacht, die aus den Elementen Jammer und Selbstgefälligkeit einen Kult gebaut hat, wo sich jeder nur noch als Opfer sieht. So werden wir die offene Gesellschaft nicht verteidigen.

Der Fortschritt der Gesellschaft erlahmt überall in Europa: Weniger Schlüsselinnovationen, geringeres Wachstum der totalen Faktorproduktivität und schleppender wissenschaftlicher Fortschritt. Trotz dieser trüben Aussichten gibt es auch eine gute Nachricht: Sinkende Wachstumsraten sind kein Naturgesetz.

Liberale sollten daher den Begriff des Kapitalismus nicht verstecken oder verbrämen. Damit gehen wir den Gegner des Kapitalismus auf den Leim. Vielen von ihnen ist das Privateigentum und insbesondere das Unternehmertum zuwider, weil sie selbst nicht Kundenbedürfnisse befriedigen wollen oder müssen.

Kein Narrativ schadet dem Liberalismus so sehr wie der Kapitalismus. Das Schlagwort ist überfrachtet mit Assoziationen und verschleiert den emanzipatorischen Kern des Liberalismus.

Die Europäische Union sieht sich seit Jahrzehnten im Dauerkrisenmodus und zugleich an der entscheidenden (jetzt aber wirklich!) Weggabelung. Was gegen Untergangs- und Allmachtsphantasien am besten hilft: ein paar Gänge runterschalten und zugleich in die Breite gehen.