Operation Viper Slam II

Lasst Bin Laden nicht gewinnen!

Am von in der Kategorie Acton's Heir, Blog.

Photo: ResouteSupportMedia from Flickr (CC BY 2.0)

Die Anschläge vom 11. September erschütterten die ganze Welt. Auch 14 Jahre später stellt sich die Frage, ob Bin Laden nicht mehr Erfolge erzielen konnte, als uns bewusst und lieb ist. Denn die größte Bedrohung der Offenen Gesellschaft ist die Angst.

Die Terroristen lachen sich in ihre blutige Faust

Wer London besucht, kann den Eindruck bekommen, in einem riesigen Filmstudio unterwegs zu sein – so viele Kameras hängen dort in der ganzen Stadt. In Paris patrouillieren Polizisten mit Maschinenpistolen. Die „Stadt der Liebe“ präsentiert sich inzwischen an manchen Ecken als „Stadt der Furcht“. Die Vereinigten Staaten überziehen die ganze Welt mit einem Netz von Beobachtung und Schnüffelei. Fluggastdaten, Telefondaten, Bankdaten – alles Mögliche wird gespeichert, gescreant und überwacht. Eine ganze Reihe von Kriegen wurde im Namen der Terrorismusbekämpfung begonnen – von westlichen Staaten wie auch von Russland oder China. Sicherheitsunternehmen machen aus der Angst ein großes Geschäft. Geheimdienste, Militär und Polizei nutzen sie, um beständig ihre Kompetenzen und ihr Budget auszuweiten. Und die Terroristen lachen sich währenddessen in ihre blutige Faust.

Die Angst vor dem Terror ist natürlich nicht völlig irreal. Von Madrid über London bis Paris ist er gegenwärtig. Wachsamkeit und ein effektiver Sicherheitsapparat sind unabdingbar, um Leben zu schützen. Dennoch darf man nie aus dem Auge verlieren, dass Terrorismus zwei Ziele verfolgt. Das eine Ziel ist sehr offensichtlich: Menschen umzubringen und dem Feind substantiell zu schaden. Das andere Ziel erklärt sich aus der Herkunft des Wortes: Terror bedeutet auf Lateinisch Angst und Schrecken. Gesellschaften und Staaten, die durch Terrorismus bedrängt werden, finden sich also in einem Dilemma wieder: Man möchte natürlich Menschenleben schützen. Sobald man dazu aber Sicherheitsapparat und Überwachungsstaat ausbaut, gibt man den Terroristen genau das, was sie wollen: Angst. Der Schrecken, den sie verbreiten, diktiert dann unser Handeln.

Angst bringt uns dazu, die Offene Gesellschaft zu verraten und aufzugeben

Terroristen haben keine Armeen außer der schleichenden Angst, die eine Gesellschaft durchsetzt. Sie wollen keine Gebiete erobern außer die Hirnregionen, die bei uns Beklemmung und Furcht, Unsicherheit und Misstrauen hervorrufen. Ihr Ziel ist es nicht, eines Tages auf dem Kanzleramt, dem Weißen Haus und der Downing Street ihre Fahne zu hissen. Ihr Ziel ist es, unsere Gesellschaft zu zerstören. Sie verachten den Individualismus, das Konzept der Selbstbestimmung und die Offene Gesellschaft, die diese Vorstellungen umsetzt. Und sie begreifen, dass es die Angst ist, die uns dazu bringt, die Offene Gesellschaft zu verraten und aufzugeben. Kürzlich erschien eine Untersuchung der R+V Versicherung, die zeigte, dass die Angst vor Terrorismus in Deutschland im letzten Jahr um 13 Prozentpunkte auf 52, und damit von Platz 8 auf Platz 2 hochgeschnellt ist.

Angst führt dazu, dass sich die Waage in dem beständig schwelenden Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit stark in Richtung Sicherheit neigt. Sicherheit kostet Freiheit. Je stärker der Terror unsere Sicherheit in Frage stellt, einen umso höheren Preis an Freiheit sind viele bereit zu zahlen. Und so zersetzt der Terrorismus Stück für Stück unsere Gesellschaft, erstickt unsere Sehnsucht nach Freiheit. Die stärkste Waffe der Terroristen liegt nicht in ihren Händen, sondern in unseren Herzen und Köpfen.

Ein wachsames Auge auf diejenigen, die für die Sicherheit sorgen (sollen)

Angesichts des Islamischen Kalifats, das sich im Vorderen Orient ausbreitet, angesichts der Attentate in Paris und angesichts der steigenden Zahl an Salafisten auch in unserem Land mag dies eine gewagte Forderung sein. Aber es geht um unsere Freiheit: Wir müssen die Tätigkeit unserer Sicherheitsapparate im Westen beschränken und zurückschneiden. Insbesondere die Parlamentarier sind aufgerufen, ihre Aufgabe als Überwacher der Überwacher ernst zu nehmen. Aber auch jeder einzelne Bürger muss immer wieder prüfen, ob er den Sicherheitsversprechen glauben will. Denn bei weitem nicht alles, das als notwendig deklariert wird, ist es auch wirklich. Auch Politik, Polizei, Militär und Nachrichtendienste haben handfeste Eigeninteressen.

Der Krieg gegen den Terror wird natürlich auch durch den Sicherheitsapparat geführt. Er wird aber nicht vom Sicherheitsapparat gewonnen. Gewinnen können ihn nur die Menschen in den bedrohten Ländern: Indem sie sich nicht in Angst und Schrecken versetzen lassen. Indem sie die Werte ihrer Offenen Gesellschaft verteidigen. Und dazu gehört ganz wesentlich, ein wachsames Auge zu haben auf diejenigen, die für die Sicherheit sorgen (sollen). Allzu rasch verwischt die Grenze zwischen dem, was der Sicherheit dient, und dem, was der Machtsicherung staatlicher Einrichtungen dient. Wenn wir in der Konsequenz des 11. September und ähnlicher Ereignisse einen Überwachungs- und Kriegs-Staat ausbauen, dann hat Bin Laden am Ende doch noch gewonnen. Wenn wir jedoch unsere Politik, überhaupt unser Zusammenleben nicht von Angst und Schrecken bestimmen lassen, sondern von Mut und Vertrauen auf die Offene Gesellschaft, dann haben wir am Ende den Sieg davon getragen.

  • Pingback: Später Sieg der Terroristen? | sichtplatz.de()

  • Ralf Becker

    Ein wesentlicher Aspekt fehlt in dem obigen Beitrag. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Terrorismus für Insiderhandel genutzt wird, weil die Aktienkurse nach Terrorattentaten regelmäßig fallen.

    Terrorbanden werden vermutlich vor den Attentaten regelmäßig Termingeschäfte abschließen, um sehr viele Wertpapiere vor dem Kurseinbruch zu schützen.

  • http://www.transfortainment.de A. Müller-Alwart

    Ich muss mal ganz trivial bekennen: Es ist schon eine merkwürdige Gesellschaft/Zeit, in der wir leben. Überall hängen Kameras und werden wir gefilmt, ohne dass wir auf Einhaltung unserer Persönlichkeitsrechte klagen könnten. Zücken wir aber in einer Konzerthalle das Smartphone, um eine Erinnerung zu filmen, sind wir schon im grauen Bereich der Strafbarkeit unterwegs. Und auch das Filmen im freien Straßenraum kann gravierende Folgen haben. Sind Personen zu erkennen, die das nicht möchten und klagen, wird teuer. KFZ-Kennzeichen und andere individuelle Merkmale sollten die Bilder auch besser nicht beinhalten, wenn sie das Licht von Facebook, Instagramm und Co erblicken. Und wer bei dem Festhalten einer Strandscene noch den ein oder anderen Nackedei am Bildrand übersehen hat, dem ergeht es auch nicht gut.

    Dagegen ist mir – offen gesagt – die Frage, ob Terror auch für den Insiderhandel relevant ist, ziemlich egal. Die Schäden, die der in Sekunden von Bruchteilen rechnende Computerhandel hinterlässt, sind sicherlich bei weitem schlimmer. Mehr noch: Sie geben sich dann mit dem Insiderhandel quasi die Klinke in die Hand.

    • Ralf Becker

      Nachdenkseiten
      4. Finanzmärkte: Die Invasion der Robo-Trader
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=11711

      Banken betreiben Kasino-Geschäfte und machen dies sogar auch noch betrieblich.
      Falls es schief läuft, werden sie auch noch gerettet.

      Und wer mit ehrlicher Arbeit sein mühsam erspartes Geld in Aktien anlegt, der schaut in die Röhre.

      Ich lese:
      MLP und Heidelberger Leben = systematischer Anlagebetrug?
      MLP hat mir 1999 die Heidelberger Lebensversicherung verkauft. Statt mehrere Verträge bei mehreren Versicherern zu machen ging alles in eine Versicherung.
      Seitdem stelle ich fest, dass das Geld meiner Lebensversicherung bei der Heidelberger Leben immer weniger wird.

  • A. Paul

    Herr Schneider macht für 9/11 echt Bin Laden verantwortlich? Das haben ja nicht mal die USA getan, oder wurde er angeklagt? – Jetzt mal im Ernst. Das war doch genau nach dem Muster: Schaffe ein Problem und biete die Lösung dafür! – Ein klassischer Inside-Job! Und alle rufen laut “Sicherheit, Sicherheit” Und Bush & Co. lachen heute noch darüber…

    • Ralf Becker

      Die 19 Flugzeugentführer gehörten zur islamistischen Terrororganisation al-Qaida.

      • A. Paul

        Am 11. September 2001 haben die USA unter anderem die TwinTowers und WTC 7 gesprengt, um den größten Terroranschlag auf amerikanischem Boden zu simulieren.

        Da es unglaubwürdig ist, daß irgendwelche Terroristen über Wochen unbemerkt tonnenweise Sprengstoff in diesen 3 Gebäuden platzieren, musste man in jedes der mit Sprengstoff präparierten Gebäude einen Flieger einschlagen lassen, der dann den “offiziellen Grund” für den Zusammensturz der Gebäude lieferte.

        Der entscheidende Hinweis, der alles als “inside Job” entlarvt, ist ein Fakt, der fast völlig unbekannt ist:
        Am 11. September sollten eigentlich FÜNF Flugzeuge entführt werden!
        Es kam jedoch bloß zur Entführung von VIER Flugzeugen, denn das fünfte hatte Verspätung und bekam wegen der bereits erfolgten anderen Anschläge keine Starterlaubnis mehr.
        Wenn man verstanden hat, daß am 11. September eigentlich FÜNF Flieger in ihren Zielen hätten einschlagen sollen, ergibt alles Sinn.

        Wir haben als Ziele:

        – das Pentagon,
        – das Weiße Haus
        – Twin Tower Nord
        – Twin Tower Süd

        Nun kommen wir zum “Fehler in der Matrix”.
        Wie oben bereits geschrieben, sollten eigentlich 5 Flugzeuge “entführt” und für Terroranschläge benutzt werden, aber eines der 5 Flugzeuge bekam keine Starterlaubnis.
        Somit hatten die Macher von 9/11 ein gravierendes Problem:
        Sie hatten geplant 5 Anschläge mit Flugzeugen vorzutäuschen und die entsprechenden Gebäude dann mit den im Voraus platzierten Sprengladungen hochgehen zu lassen.
        Nun fehlt ein Flugzeug.
        Das bedeutet, man hat ein mit Sprengladungen versehenes Gebäude, aber ein Flugzeug zuwenig! Was macht man?
        Nun, man sprengt es trotzdem in die Luft.
        Um die Beweismittel zu vernichten.
        Denn wenn zeitnah herauskommen würde, daß 9/11 ein inside Job war, gäbe es sicherlich Bürgerkrieg.
        Es muss also am 11. September 2001 ein Gebäude geben, das exakt so in sich zusammenstürzt wie die Twin Towers, OHNE von einem Flugzeug getroffen worden zu sein.
        Und dieses Gebäude ist… Tusch….WTC 7

        https://youtu.be/4GY0yWXGaKs

        Man sieht vor dem Zusammenbruch die Blitze der Explosionen und hört diese auch; natürlich um die Schallgeschwindigkeit zeitversetzt.
        Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, daß gezielte Sprengladungen angebracht wurden, die koordiniert detonierten.
        Selbst wenn es sich bei den hörbaren Explosionen um eine Fälschung handeln sollte, die Explosionen sind echt und auch auf anderen Aufnahmen zu sehen.

        Man hat tonnenweise Nanothermit gefunden und dieses sogar wissenschaftlich untersucht.
        Wenn jemand wirklich ein Interesse an der Aufklärung von 9/11 hat, muss er sich eigentlich nur fragen, wer im Jahr 2001 in der Lage war, tonnenweise Nanothermit herzustellen oder zu beschaffen.
        Und da gibt es nur einen: den militärisch-industriellen Komplex der USA.
        Ganz sicher keine afghanischen Höhlenbewohner.